Eine kurze, datierte Geschichte Sansibars.
Die Swahili-Küste
Über tausend Jahre lang war Sansibar ein Zentrum des Handels im Indischen Ozean, wo afrikanische, arabische, persische und indische Völker aufeinandertrafen und zu einer Swahili-Kultur verschmolzen. Die Moschee in Kizimkazi, datiert auf 1107, ist eines der ältesten islamischen Gebäude in Ostafrika.
Portugiesische und omanische Herrschaft (1503–1890)
Die Portugiesen übernahmen um 1503 die Kontrolle, bis die omanischen Araber sie 1698 vertrieben. Im Jahr 1840 verlegte Sultan Said bin Sultan seine Hauptstadt vom Oman nach Sansibar, wodurch Stone Town zu einem wohlhabenden Zentrum des Gewürz-, Elfenbein- und Sklavenhandels wurde. Der Sklavenmarkt wurde schließlich 1873 geschlossen.
Protektorat und der kürzeste Krieg (1890–1963)
Sansibar wurde 1890 ein britisches Protektorat. Am 27. August 1896 löste ein Streit um den Thron den Anglo-Sansibarischen Krieg aus — mit etwa 38 Minuten der kürzeste Krieg in der Geschichte.
Revolution und Union (1963–heute)
Sansibar erlangte im Dezember 1963 die Unabhängigkeit. Die Sansibarische Revolution vom 12. Januar 1964 stürzte das Sultanat, und im April 1964 vereinigte sich Sansibar mit Tanganjika zu Tansania — wobei es seine eigene Regierung, Identität und seinen unverwechselbaren Inselcharakter behielt.
Informative Zusammenfassung. Die Daten folgen dem allgemein anerkannten historischen Konsens.